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Baby Blähungen + Was tun? + Ursachen und Tipps

Hat Dein Baby Blähungen und Du bist auf der Suche nach Lösungen, die tatsächlich helfen?
Dieser Artikel umfasst alle wichtigen Aspekte rund um das Thema Blähungen bei Babys.
Wir erklären nicht nur woran man diese erkennt, sondern auch was die Ursachen sind und geben viel sehr hilfreiche Tipps was Du machen kannst wenn Dein Baby Bauchschmerzen hat.


Warum weint mein Baby?

Wenn Babys weinen wird sehr häufig gleich von Baby Blähungen oder auch den sog. Dreimonatskoliken gesprochen. Jedoch ist das Erkennen derselben nicht immer einfach.
Denn insbesondere Neugeborene können aus vielen Gründen weinen. Da sie noch nichts sagen können, müssen sie sich irgendwie mitteilen wenn ihnen was nicht passt.

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Meist haben die Kleinen Hunger wenn sie weinen oder haben eine volle Windel.
Manchmal sind sie jedoch auch einfach müde und schaffen es nicht alleine in den Schlaf zu finden. Denn im Vergleich zur Zeit im Bauch ist es jetzt häufig hell wenn sie schlafen sollen, es fehlen die Muttergeräusche und das leichte Schaukeln.

Insbesondere wenn Babys nur am Abend weinen ist dies weniger ein Zeichen von Blähungen, als von einem “anstrengenden” Tag. Damit ist nicht gemeint, dass das Baby von einem Termin zum nächsten geschleppt wurde. NEIN! Studien belegen, dass ca.  50% der Neugeborenen im Alter von 1-2 Monaten in den Abendstunden länger am Stück weinen, weil sie das Erlebte des Tages verarbeiten. 


Woran erkenne ich nun aber, dass mein Baby Blähungen hat?

  • Wenn Du obengenannte Punkte des Weinen weitgehend ausschließend kannst und kein Grund für ein Schreien ersichtlich ist.
    Gerade sog. Schreibabys, die auch nachts sehr viel schreien leiden häufig unter Darmkoliken.
  • Dein Baby zieht häufig die Beine nah an den Körper und streckt sich dann reflexartig wieder durch.
  • Der Baby Bauch fühlt sich sehr hart an durch die Spannung die auf ihm lastet.
    Wenn Du die Hand darauf legst merkst Du auch ein Rumoren im Bauch
  • Dein Baby pupst viel
    Das Pupsen ist ein Zeichen davon, dass zuviel Gas im Körper ist, das entweichen muss.

Was verursacht das Baby Bauchweh? Was sind Koliken?

Nach 9 Monaten Schwangerschaft, ist Dein Baby zwar soweit “fertig” für die Außenwelt und muss auch aus anatomischen Gründen raus aus seinem gemütlichen Platz in Deinem Bauch. Sein Darm ist jedoch noch nicht fertig ausgereift. Es fehlen noch Verdauungsenzyme und auch die Bakterienflora ist noch nicht ausgereift. Dies kann manchmal zu Problemen führen.

Du musst Dir das so vorstellen. Im Bauch wurde Dein Baby ganz bequem durch die Nabelschnur versorgt, jetzt plötzlich muss sein Darm voll arbeiten. Dass das nicht sofort reibungslos funktionieren kann ist klar. Solange es nur ab und zu mal ein bisschen zwickt, wäre das auch alles kein Problem.

Wie Studien jedoch belegen, führt die Umstellung bei 20-40% der Säuglinge zu starken Blähungen.

Auch wenn die Branche uns das gerne glauben lässt, um das Stillen noch mehr zu propagieren: Es ist nicht erwiesen, dass Flaschenkinder stärker von Darmkoliken betroffen sind als gestillte Babys.

Sind diese so stark, spricht man von Dreimonatskoliken und Schreikindern.
Eine anstrengende Zeit für alle. Sowohl für die Babys, die das durchleben müssen, als auch für die Eltern, denen es häufig zu viel wird in dieser Zeit und die insbesondere durch den zusätzlichen Schlafmangel, nicht selten das psychische Limit erreichen.
Sollte dies bei Dir der Fall sein, scheue Dich nicht und hole Dir unbedingt kompetente Hilfe.

In jedem Fall, solltest Du jedoch mit Deiner Hebamme sprechen.


Was sind Auslöser für Blähungen bei Säuglingen?

1) Reaktionen auf Lebensmittel bei gestillten Babys

Viele gestillte Babys reagieren auf einzelne Lebensmittel, die die Mutter zu sich nimmt und die sie über die Muttermilch abbekommen. Mit reagieren ist jedoch nicht gleich gemeint, dass sie Unverträglichkeiten oder Allergien darauf besitzen. Dies kann sein, ist jedoch in den seltensten Fällen der Fall. Viele Neugeborene sind einfach noch nicht in der Lage alle Lebensmittel gleich gut im Darm zu verarbeiten.

 Lebensmittel, die häufig zu Blähungen führen sind Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte, aber auch Erdbeeren und Schokolade. Auch auf Kuhmilch reagieren einige mit Blähungen. 

 

Wir erhalten immer wieder die Frage: Was essen wenn Baby Blähungen hat?

Stillst Du Dein Baby empfiehlt es sich nicht, drastisch alles zu streichen, was eventuell zu Problemen führen könnte. Vielmehr solltest Du Tagebuch führen.
Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass durch das Weglassen von z.B. Zwiebeln kein Baby Blähungen bekommt.  Teste alles einzeln und Du wirst die ideale Ernährung für Dich und Dein Baby finden.

Du kannst es auch mit Fenchel-Kümmel-Anis Tee probieren. Häufig ist das auch schon eine Hilfe.

2) Probleme mit der Pre Nahrung

Manche Babys, die Flaschen bekommen vertragen die normale Pre Nahrung nicht.

Unser Tipp: Probiere mal die Pre Nahrung einer anderen Marke aus. Nicht immer ist hier die Teuerste auch die Beste. Auch wenn die Nahrungen streng kontrolliert und weitestgehend genormt sind, enthalten sie doch kleine Unterschiede, so dass nicht alle gleich gut vertragen werden.

Wenn das alles nichts hilft, gibt es auch Spezialnahrung. Sie hat häufig den Zusatz “Comfort” in der Bezeichnung. Spreche hier am besten mit Deinem Kinderarzt.

3) Probleme mit Flour

Vigantolöl Babys ohne FlourBabys wird von Anfang an Vitamin D verabreicht. Bekannt als Sonnenvitamin ist Vitamin D3 wichtig für Gesundheit und Wachstum.

Häufig ist wird Vitamin D Tabletten oder auch Vigantolöl mit Flour verabreicht. Über die Gabe von Flour in diesem Alter scheiden sich die Geister. Aber unabhängig davon bereitet es häufig Bauchschmerzen bei den Kleinen.

Unser Tipp: Es gibt genügend Vitamin D Präparate ohne Flourzusatz. Besprich dies mit Deinem Kinderarzt und probiere ein reines Vitamin D Mittel aus. Häufig können dadurch Bauschmerzen bei Neugeborenen stark verringert werden.

4) Es bekommt beim Stillen oder Fläschchen geben zuviel Luft

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Manche Babys trinken zu schnell oder haben die Brustwarze oder den Flaschensauger nicht richtig im Mund und ziehen dadurch neben der Milch noch Luft. Diese verursacht häufig Koliken.

Auf was solltest Du achten wenn Du stillst?

  • Lege Dein Baby in Ruhe und fest an
  • Achte darauf, dass es die ganze Brustwarze im Mund hat

Auf was solltest Du achten wenn Du Deinem Baby das Fläschchen gibst?

  • Schüttle die Flasche nicht, sondern rühre sie an. Das ist genauso möglich
  • Lasse die Flasche nach dem Anrühren noch kurz stehen, so dass auch tatsächlich mehr keine Bläschen zu sehen sind
  • Verwende einen anderen Sauger oder eine sog. Anti-Kolik-Flasche
  • Rühre das Fläschchen statt mit Wasser mit Fenchel- oder Fenchel-Kümmel-Anis-Tee an
    Manche sagen, dies sollte man nicht immer tun, damit sich das Kind nicht daran gewöhnt. Andere empfehlen jedoch immer Tee zu verwenden wenn es dem Baby bekommt.

Ein Bäuerchen nach dem Trinken kann Wunder bewirken.

Baby Bäuerchen Tipps:

  • Mit dem Kopf über der Schulter und dem Po sicher auf Deiner Armbeuge, klopfst oder streichelst Du sanft den Rücken Deines Babys
  • Setze Dein Baby auf Deinen Schoss mit dem Rücken zu Dir. Stütze es vorne gut mit Deinem Arm und neige dann leicht seinen Rücken nach vorne. Klopfe nun sanft auf den Rücken.

5) Folgen der Geburt

Manchmal kann es auch aufgrund von Geburtsblockaden zu Schwierigkeiten bei der Verdauung kommen. Ein Besuch beim Osteopathen bei 3 Monats Koliken schadet definitiv nicht.


Wie lange dauern Baby Blähungen/Dreimonatskoliken?

Wenn es sich tatsächlich um Dreimonatskoliken handelt, sagt der Name bereits alles aus.  Wie durch ein Wunder hören sie tatsächlich häufig ziemlich genau 3 Monate nach dem errechneten Termin auf. 


Was wenn das Baby auch mit 6 Monaten noch Blähungen hat?

Meist sind Baby Blähungen nach dem 3. Lebensmonat auf die Umstellung auf Beikost zurückzuführen. Hier wird der Darm noch mehr beansprucht, als durch die Milchnahrung.

Einige Babys haben Probleme mit Dinkelbrei, Haferflocken, Reisbrei oder auch Griesbrei.

Auch wenn viele Beikost-Ratgeber mit Karotte starten, raten wir davon ab. Sie ist häufig Grund für Blähungen, denn sie stopft sehr arg, was sich auch an recht festem Stuhlgang zeigt. Wir empfehlen daher lieber mit Pastinake zu starten, am besten mit noch etwas Birnenbrei beigemischt. Sie schmeckt vielen Babys sehr gut und bietet zusätzlich den Vorteil, dass Pastinakenflecken viel einfach zu entfernen sind.

Was tun wenn Baby Blähungen hat?

Bereits im vorangegangenen Kapitel haben wir Dir einige Tipps gegen Blähungen verraten.
Nachfolgend wollen wir hierbei noch in die Tiefe gehen und diese ergänzen.

Die besten Griffe und einfache Tipps wenn Dein Baby Blähungen hat

1) Fliegergriff Baby

Die Lage auf dem Bauch hilft Deinem Baby zu entspannen und mögliche Spannungen zu nehmen.
Ideal ist hier auch der sog. Fliegergriff.

Wie funktioniert der Fliegergriff?

Für den Fliegergriff hälst Du Deinem Arm parallel zum Boden mit der Handfläche nach oben und legst Dein Baby mit dem Bauch darauf. Die Arme und Beine hängen dabei seitlich Richtung Boden. Der Kopf des Babys liegt auf Deiner Hand. Mit der anderen Hand stützt Du Dein Kind.

2) Dinkelkissen/Kirschkernkissen bei Baby Blähungen

Was auch sehr gut hilft um Spannungen zu lösen ist Wärme auf dem Bauch.

Ein Dinkelkissen kann hier Wunder wirken. Achte allerdings darauf, dass Du es nicht zu warm machst. Babys sind viel empfindlicher als wir Erwachsene.

3) Ruhe und Zeit

Wichtig ist, dass Du Dir Ruhe und Zeit nimmst. Von einem Termin zum nächsten zu hetzen und in aller Schnelle Dein Kind zu füttern, führt häufig auch zu Anspannungen für Euch beide.

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4) Pucken entspannt

Auch das Pucken entspannt viele Babys, da sie sich hier eingehüllt wie im Mutterleib fühlen.
Alle Infos dazu findest Du in unserem Pucken-Ratgeber.

5) Essenabstände einhalten

Lasse Dein Baby nicht ständig trinken. Wenn Du Deinem Baby ständig was fütterst ohne das es bereits die letzte Mahlzeit richtig verdaut hat, wird sein Darm rebellieren.

6) Bauchmassage Baby Blähungen

Bauchmassage kann Spannungen lösen. Verwende Kümmelöl und massiere im Uhrzeigersinn den Bauch Deines Babys.

Wir empfehlen Dir wenn Dein Baby häufig unter Blähungen leidet unbedingt einen Babymassagekurs. Diesen gibt es auch online, wenn es Dir zu stressig ist einen Kurs in Deiner Nähe zu besuchen.

Homöopathische Mittel gegen Baby Blähungen

Häufig empfiehlt es sich auch auf homöopathische Mittel gegen Baby Blähungen zurückzugreifen.  Viele Eltern haben damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht, so dass nicht nur viele Hebammen, sondern auch Kinderärzte den Einsatz empfehlen. 

1) Globuli Blähungen Baby

  • Chamomilla D12
  • Lycopodium D12
  • Flatulini (Mischung bei Störungen von Verdauungsorganen)

2) Schüssler Salze bei Blähungen

Auch Schüssler Salze sind bei der Bekämpfung von Blähungen gerne ein Mittel der Wahl.
Insbesondere Magnesium Carbonicum hilft Krämpfe zu lösen.

3) Zäpfchen Baby Blähungen

Carum carvi comp. Zäpfchen (=Kümmelzäpfchen), helfen genauso wie Kümmeltee Bauchschmerzen von Babys zu bekämpfen.

Medikamente gegen Blähungen bei Babys

Neben homöopatischen Mitteln, sowie Hausmitteln empfehlen Kinderärzte bei starken Blähungen auch Medikamente zu Linderung, aber auch zum Darmaufbau.
Frage hier jedoch unbedingt vor der Einnahme Deinen Kinderarzt um Rat.

1) Tropfen gegen Blähungen Baby

lefax pump liquid bei blähungen und säuglingskolikenBewährte Tropfen sind:

  • Lefax
  • Sab Simplex
  • Pro Symbioflor

Bei Flaschenkindern kannst Du die Tropfen ganz einfach in das Fläschchen geben.
Stillkinder bekommen die Tropfen entweder mit einem Löffel oder mit einer Spritze in den Mund.

2) Mittel zum Darmaufbau Baby

omni biotic panda zum darmaufbau von säuglingen babys neugeborenen nach antibiotikaWährend obengenannte Tropfen nur die Schmerzen lindern, empfiehlt es sich die Darmbakterien des Babys gezielt aufzubauen und so Blähungen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Bewährte Mittel zum Aufbau der Darmflora von Babys:

  • Bigaia Tropfen
  • Omni Biotic Panda Pulver

Wann solltest mit Deinem Baby wegen Blähungen zum Arzt?

Im Zweifel solltest du immer lieber zum Arzt gehen, als auf eigene Faust zu handeln. Insbesondere wenn Dein Kleines gerade erst wenige Tage oder Wochen alt ist.

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Wir verstehen, dass ein Arztbesuch häufig für alle stressig ist, in folgenden Fällen, solltest Du die Symptome aber unbedingt abklären lassen.

  • Der Stuhlgang ist sehr flüssig oder sehr hart
  • Dein Baby schreit extrem viel auch in der Nacht
  • Das Baby verweigert die Nahrung
  • Dein Baby nimmt nicht zu

 

Du kannst natürlich im ersten Step auch immer erst mal mit Deiner Hebamme sprechen und dann entscheiden, was der richtige Weg ist.


 

Schnelle und noch ausführlichere Hilfe bei Dreimonatskoliken verspricht auch die Tagesmutter Julia Nastasi mit Ihrem Ratgeber

 

 

 

 

Schon die Danksagung zur Geburt geschrieben? Viele Sprüche, Motive und Informationen findest Du in unserem Beitrag.